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TSV Vaterstetten e.V. - Leichtathletik
Leichtathletik für Wettkämpfer, Leistungssportler und Freitzeitathleten

Ganz stark im Mehrkampf

TSV-Senioren bei Bayerischer Meisterschaft

09.10.2015 | von Christian Töpfer


Thumb img 1148 Albert Süß, Jan Domke und Heidi Brozowski (oben) sowie Stefanie Roth, Christian Töpfer und Gerhard Zorn

Mit weniger als Platz 2 haben sich die TSV-Senioren nicht zufrieden gegeben: Alle fünf Damen und Herren des TSV Vaterstetten, die am 3. Oktober bei der Bayerischen Senioren-Mehrkampfmeisterschaft in Aichach an den Start gingen, landeten auf Rang 1 oder 2.


Thumb img 1209 Gerhard Zorn auf den letzten Metern bei seinem neuen Vereinsrekord über 1.500 Meter in der M55.

Mit drei ersten und zwei zweiten Plätzen im Gepäck kehrten die Seniorinnen und Senioren des TSVV von der Bayerischen Senioren-Mehrkampfmeisterschaft in Aichach am 3. Oktober zurück. Für manche war es der Abschluss einer gelungenen Saison, für manche der Höhepunkt.

Dass Sprint-Spezialist Gerhard Zorn auch ein ausgezeichneter Mehrkämpfer ist, bewies er bei seinem Sieg im Fünfkampf  (Weitsprung, Speerwurf, 200 Meter, Diskuswurf, 1.500 Meter) in der Altersklasse M55. Er erzielte 3.412 Punkte und hatte mehr als 1.000 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Damit schob er sich in der deutschen Jahresbestenliste dieser Altersklasse auf Rang 3. Herausragend dabei seine Zeit von 5:15,26 Min. im abschließenden 1.500-Meter-Lauf, bei der er den Vereinsrekord dieser Altersklasse aus dem Jahr 1982 um acht Sekunden verbesserte.

„Es hat mich überrascht, dass der Rekord relativ einfach möglich war“, sagt Zorn, „aber dafür ist meine Zeit über 200 Meter etwas enttäuschend.“  Da er aber seit der WM in Lyon im August (--> Bericht nachlesen) nicht mehr Sprint trainiert habe, „fehlt mir da einfach der Biss“. Dafür kann sich aber seine Jahresbestleistung von 5,21 m im Weitsprung sehen lassen.

Ebenfalls auf Rang 1 kam Albert Süß, der in der Altersklasse M60 im Dreikampf (100 Meter, Weitsprung, Kugelstoß) antrat. Wegen einer Schulterentzündung war ein Start im Fünfkampf nicht möglich gewesen. Süß kam auf 1.729 Punkte, musste allerdings nach eigenen Aussagen „ein relatives schlechtes Ergebnis“ im Kugelstoß hinnehmen. Da er aber in seiner Spezialität, dem Weitsprung, mit 4,40 m überzeugte, konnte er seine Konkurrenten in die Schranken weisen.

Gleich zwei Athleten vom TSVV waren in der Altersklasse M40 am Start. Der bayerische Titel ging dabei an Christian Töpfer mit 2.007 Punkten, dicht gefolgt von Jan Domke mit 1.943 Punkten. Für den früheren Volleyballer Domke war es der erste Start bei einer Meisterschaft überhaupt – und fast hätte es sogar zum Sieg gereicht. Doch Töpfer rettete im abschließenden 1.500-Meter-Lauf seinen großen Punktevorsprung nach vier Disziplinen ins Ziel.

„Ich wusste, dass ich vier gute und konstante Leistungen vorlegen musste, um auch ganz am Ende vorn zu sein“, blickt Töpfer zurück. „Denn Jans Stärke sind die 1.500 Meter – und meine sind sie es definitiv nicht. Aber vor allem dank meiner Weiten im Weitsprung und im Diskuswurf hatte ich ein ausreichend großes Punktepolster.“

Doch auch Domke war zufrieden: „Alle Disziplinen sind für mich bestens gelaufen. Ich konnte vier neue Bestleistungen aufstellen. Und besonders nett fand ich, dass wir uns gegen den eigentlichen Wunsch der Kampfrichter durchgesetzt haben und zum Abschluss als großer Pulk mit 22 Mann gemeinsam die 1.500 Meter laufen konnten.“

Erstmals am Start war Stefanie Roth in der Altersklasse W45. Nach der verletzungsbedingten Absage von Heidi Brozowski in der Altersklasse W55 war sie als einzige Frau vom TSV Vaterstetten dabei. Damit gab sie nach 30 Jahren ihr Comeback in der Leichtathletik. Die frühere Hochsprung-Spezialistin zeigte nach nur drei Monaten Training, dass sie nichts verlernt hat, und stellte mit 1,34 m gleich einen neuen Hochsprung-Vereinsrekord für diese Altersklasse auf.

Mit den erzielten 2.451 Punkte im Fünfkampf der Seniorinnen (100 Meter, Weitsprung, Kugelstoß, Hochsprung, 800 Meter) landete sie auf Platz 2. Ihr Fazit: „Mir hat alles unglaublich viel Freude gemacht. Zusammen mit den großartigen Leistungen der Mit-Athleten ist das mein Ansporn für weiteres Training und Wettkämpfe.“

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