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TSV Vaterstetten e.V. - Leichtathletik
Leichtathletik für Wettkämpfer, Leistungssportler und Freitzeitathleten

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TSV-Leichtathleten bei der Deutschen Hallenmeisterschaft der Senioren

07.03.2018 | von Christian Töpfer


Thumb guido m%c3%bcller siegerehrung 200 m ausschnitt Platz 2 über 60 m: Guido Müller (l.) neben dem Sieger Dr. Karl Schmid und dem Drittplatzierten Hans-Joachim Lange

Als einzige Vertreter aus der Seniorenriege des TSV Vaterstetten waren Guido Müller und Gerhard Zorn bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Erfurt am Start. Nach ihrer Rückkehr haben sie ihre Eindrücke niedergeschrieben.

Thumb gerhard zorn siegerehrung 400 m ausschnitt Platz 1 über 400 m: Gerhard Zorn inmitten vom Zweitplatzierten Andreas Weise (l.) und Detlef Döpping auf Platz 3.

Guido Müller:

Die 17. Deutsche Hallenmeisterschaft fand vom 2. bis 4. März bereits zum zehnten Mal in der Erfurter Halle statt. Ich habe an all diesen 17 Meisterschaften erfolgreich  teilgenommen. Auch diesmal konnte ich vier Medaillen mit nach Hause nehmen. Es war meine erste Deutsche Meisterschaft, bei der ich in der Altersklasse M80 gestartet bin.

Ich hatte gute Chancen, in der neuen Altersklasse meine gemeldeten vier Disziplinen zu gewinnen, doch bei den 60 m musste ich dem neben mir gestarteten Karl Schmid den Vortritt lassen.  Sieben Hundertstelsekunden betrug sein Vorsprung im Ziel. Mit dieser Zeit verfehlte er den zwölf Jahre alten Deutschen Rekord nur um fünf Hundertstelsekunden. Beachtliche elf Teilnehmer waren zum 60-Meter-Lauf angetreten.

Dagegen konnte ich die 200 m bei neun Teilnehmern mit fast drei Sekunden Vorsprung und die 400 m (sechs Teilnehmer) mit über neun Sekunden Vorsprung gewinnen.  Nach einer Pause von zwei Jahren bin ich zum ersten Mal wieder die 60 m Hürden gelaufen. Hier war mein Vorsprung mit einer halben Sekunde bei drei Teilnehmern relativ gering, da ich keinen Sturz riskieren wollte. In meinem Alter kommt man beim Hürdenlaufen leicht aus dem Rhythmus und die Sturzgefahr ist nicht unerheblich.

Bei der Siegerehrung über 400 m erfuhr ich eine besondere Ehrung. Ich errang meinen 150. Sieg bei einer Deutschen Meisterschaft seit 1983. Die anwesende deutsche Vizepräsidentin des Senioren-Weltverbandes, Frau Margit Jungmann, ließ es sich nicht nehmen, diese Ehrung vorzunehmen, was ich als eine besondere Aufmerksamkeit für mich empfand.

Nun folgen vom 19. bis 24. März die Europa-Hallenmeisterschaften in Madrid. Da ich noch nicht das 80. Lebensjahr vollendet habe, muss ich nach den internationalen Bestimmungen noch in der Altersklasse M75 starten. Ich freue mich auf die Reise mit meiner Frau nach Madrid und auf die dortigen Wettkämpfe.


Gerhard Zorn:

Ich hatte für die 200 m und die 400 m in der Altersklasse M60 gemeldet. Die 200 m fanden, wie üblich, am Samstag um ca. 17 Uhr statt, die 400 m am Sonntagvormittag. Die Anreise war ein wenig vom starken Verkehr behindert, aber ca. zwei Stunden vor dem Start war ich in Erfurt.

Über 200 m war ich im letzten von drei Zeitläufen eingeteilt, ich wusste also nach dem zweiten Lauf, welche Zeiten zu schlagen waren – und das war machbar. Ich hatte die Außenbahn in meinem Lauf, was einerseits gut ist, weil man nicht die engen Kurven laufen muss. Andererseits geht es auf der Außenbahn beim Start bergauf, dann Richtung Gegengerade bergab, nach  100 m wieder bergauf und dann Richtung Ziel wieder bergab. Das muss man bei der Laufhaltung einplanen und natürlich auch sauber umsetzen. Ich hatte das im Vorfeld ein wenig trainiert und wurde mit einer Zeit von 25,47 s belohnt –  1. Platz und ca. 1,5 s vor dem Zweitplatzierten. Damit war ich mehr als zufrieden, denn bei meiner letzten Teilnahme vor zwei Jahren war ich über eine Zehntelsekunde länger unterwegs. Vom Europarekord (25,24 s), den Guido zusammen mit einem Briten hält, war ich also nicht so weit weg.

Für die 400 m am Sonntag war ich daher ebenfalls guter Hoffnung. Auch da war ich für den letzten Lauf eingeteilt und hatte wieder Bahn 4. Auch diesen Lauf – und damit den Meistertitel  – konnte ich ungefährdet in 57,43 s gewinnen, nur zwei Zehntelsekunden langsamer als vor zwei Jahren und mit ca. 3,5 sec Vorsprung vor dem Zweitplatzierten.  Trotzdem war ich ein wenig unzufrieden mit dem Verlauf des Rennens. Ich hatte mir eine etwas bessere Zeit gewünscht, war dafür aber nach den ersten 100 Metern etwas zu vorsichtig geworden. Ohne Risiko kommt halt über 400 m keine wirklich gute Zeit heraus.

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