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TSV Vaterstetten e.V. - Leichtathletik
Leichtathletik für Wettkämpfer, Leistungssportler und Freitzeitathleten

Dauergäste, Premiere – und ein Abschied

TSV Vaterstetten bei der Deutschen Senioren-Meisterschaft

18.07.2019 | von Christian Töpfer


Thumb guido m%c3%bcller nach dem letzten lauf seiner karriere Gemeinsame Ehrenrunde: Die Teilnehmer dess 200-m-Laufs der M80 verabschieden Guido Müller (3.v.r.) nach seinem letzten Lauf. (Foto: Gerhard Zorn)

Mit drei Männern war der TSV Vaterstetten bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren in Leinefelde-Worbis (Thüringen) vom 12. bis 14. Juli vertreten. Neben den beiden üblichen „alten Hasen“ war auch ein Neuling dabei.

Nach seinem Einstieg in die Senioren-Leichtathletik vor etwa zwei Jahren hat es bei Dirk Schönmetzler nicht lange gedauert, bis er erstmals bei einer Deutschen Meisterschaft antreten durfte. Und so war er am Freitag, den 12. Juli, über 110 m Hürden in der Altersklasse M40 am Start. Die äußeren Umstände verhinderten leider eine bessere Zeit als 18,22 s. Sein Rückblick: „Man hätte auch sagen können: 110 m Hürden schwimmen, so wie das geschüttet hat. Sprichwörtlich bin ich also ein bisschen ins Schwimmen gekommen. Aber gleiche Bedingungen für alle.“ Am Ende sprang der 2. Platz für ihn heraus.

Wie seit Jahren gewohnt, war auch Gerhard Zorn in der Altersklasse M60 am Start. Er hatte im Vorfeld mir Problemen zu kämpfen und war nicht ohne Sorgen nach Thüringen gefahren. Sein Rückblick:

„Ich spürte schon beim Warmmachen am Samstag, dass es zumindest beim 100-m-Lauf schwer werden würde. Eine kleine, kürzlich erworbene Zerrung machte mir beim Antritt erhebliche Probleme. Ich war mir sicher, dass sich das im Wettkampf verschlimmern würde, wenn ich voll loslaufen würde.

Als dann der Startschuss zum 100-m-Vorlauf kam und ich entsprechend vorsichtig startete, hatte ich gleich mal drei bis vier Meter Rückstand. Kurz dachte ich, dass ich das noch locker würde aufholen können, aber die möglichen Konsequenzen schreckten mich dann doch, so dass ich es bleiben ließ und locker bis ins Ziel lief. Die 14,25 s reichten natürlich nicht fürs Finale, aber das hatte ich bewusst akzeptiert.

Nach dem Lauf wollte ich eigentlich meine Bestätigung für die Teilnahme über 400 m und 200 m zurückziehen, kam dann aber doch noch ins Grübeln, weil die 14,25 s aus dem Vorlauf in etwa meinem 400-m-Tempo entsprechen. Ich entschied mich dann dafür, die 400 m am Samstagabend zu probieren. Den Lauf über 200 m, für den ein schneller Antritt in der Kurve notwendig war, wollte ich aber nicht riskieren. Ich meldete mich also von den 200 m, die für Sonntag angesetzt waren, ab und zerriss den Meldezettel, um am nächsten Tag ja nicht auf dumme Gedanken zu kommen.

Beim Lauf über 400 m konnte ich nur langsam starten und Fahrt aufnehmen und war bei der Hälfte der Strecke vielleicht an dritter oder vierter Stelle mit deutlichem Abstand zur Spitze. Mittlerweile hatte ich aber doch den Eindruck, dass ich das durchstehen würde und legte in der Kurve zu. Ausgangs der Zielkurve war ich bereits knapp an der Spitze – und daran hat sich auch bis ins Ziel nichts mehr geändert.

Den Lauf über 200 m am Sonntag habe ich mir natürlich angesehen, mit ein klein wenig Wehmut, aber im Grunde war ich froh, nicht laufen zu müssen. Der Sonntag war sowieso eher geprägt von Guidos Abschied aus dem Wettkampfsport. Der Stadionsprecher rekapitulierte vor seinem 200-m-Lauf Guidos erfolgreiche Karriere als Leichtathlet. Im Ziel hatten sich ca. 100 Sportkameraden versammelt, um Guido aus seiner aktiven Laufbahn zu verabschieden.“

Wie Gerhard berichtet, war Guido Müller also letztmals bei einer Deutschen Meisterschaft am Start. Nach Jahrzehnten voller Erfolge sollten die Läufe über 400 m und 200 m in der Altersklasse M80 die letzten seiner Karriere sein. Leider konnte er sich nicht mit einem weiteren Titel verabschieden. Die erzielten 80,94 s über 400 m und 33,91 s über 200 m reichten aber zu Silber bzw. Bronze. Ein ausführlicher Bericht über sein Karriereende ist in Vorbereitung und wird bald an dieser Stelle erscheinen.

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