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TSV Vaterstetten e.V. - Leichtathletik
Leichtathletik für Wettkämpfer, Leistungssportler und Freitzeitathleten

Drei Siege trotz Trainingsrückstand

Gerhard Zorn bei der Senioren-DM erfolgreich

06.03.2019 | von Gerhard Zorn


Thumb gerhard zorn halle 3 3 2019 Herren-Trio jenseits der 60: Gerhard Zorn (M.) mit Wolfgang Kreemke (l.), dem Zweiten über 400 m, und Heiner Lüers, dem Dritten über 200 m. (Foto: Rentsch)

Als einziger Vertreter vom TSV Vaterstetten nahm Gerhard Zorn bei der Deutschen Hallenmeisterschaft der Senioren teil. Hier seine Eindrücke von den Wettkämpfen am 2. und 3. März in Halle (Saale).

„Nachdem ich seit Weihnachten mein Training wegen muskulärer Probleme immer wieder abbrechen musste, war ich im Vorfeld doch erheblich verunsichert, ob ich die geplanten Disziplinen unverletzt überstehen würde. Erst knapp zwei Wochen vor der Hallen-DM konnte ich endlich ein reduziertes Training zu Ende bringen und mich wieder intensiver vorbereiten – und erst eine Woche vor dem Start konnte ich überhaupt einmal die 400-m-Strecke testen. Doch kurz gesagt: Alles ging gut und ich konnte alle drei Disziplinen (60 m, 200 m, 400 m) in meiner Altersklasse M60 gewinnen.

Über 60 m gab es Vorläufe. Ich gewann meinen Vorlauf in guten 8,09 Sek. „Gut“ deswegen, weil ich beim Start, wie so oft, relativ schlecht weg kam, aber schnell an der Spitze lag und locker auslaufen konnte. Da hatte ich dann sogar etwas Hoffnung, beim Finale noch deutlich zulegen zu können. Aber wie es so oft kommt: Obwohl ich beim Finale besser aus dem Startblock kam und mich mehr anstrengte, war die Zeit mit 8,06 Sek. nur unwesentlich besser. Da hat wohl die Lockerheit aus dem Vorlauf gefehlt. Der Zweite hatte 8,14 Sek. und der Dritte 8,31 Sek.

Am Abend des ersten Tages ging es um den Titel über 200 m. Schon an der Meldeliste zeigte sich, dass ich das eigentlich gewinnen müsste. Ich ging schnell an und merkte Mitte der Zielkurve dann doch, dass ich einen Trainingsrückstand hatte und die Strecke nicht voll würde durchlaufen können. Zu allem Überfluss kam ich dann auch noch der linken Bahnbegrenzung recht nahe und trat vielleicht sogar mal drauf. Da musste ich also schon mit weichen Knien erst mal korrigieren, um nicht disqualifiziert zu werden. Trotzdem war meine Endzeit mit 25,88 Sek. gar nicht so schlecht. Der Zweite war mit 26,73 Sek. deutlich langsamer, der Dritte hatte 27,24 Sek. Mittlerweile habe ich auch von einem Bekannten ein Video zu sehen bekommen und dort keine offensichtliche Regelverletzung erkennen können.

Über 400 m am zweiten Wettkampftag wurde mein Trainingsrückstand noch deutlicher. Zwar konnte ich auch hier mit 59,22 Sek. und gutem Abstand zum Zweiten und Dritten (62,44 Sek. bzw. 63,07 Sek.) gewinnen. Aber die Zwischenzeit bei 200 m lag etwas über 29 Sekunden, was für mich ausgesprochen langsam ist. Das ist leider ein Zeichen dafür, dass ich das für die 400 m notwendige Geschwindigkeitsgefühl noch nicht entwickelt habe und die Ausdauer dafür noch nicht besitze.

Ende März findet in Torun/Polen die Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren statt. Jetzt muss ich sehen, wie intensiv ich bis dahin noch trainieren kann, ohne damit mehr zu schaden als zu nutzen. Ich hoffe, wenigstens die „Abschlussschwäche“ über 200 m noch ausmerzen zu können. Meine derzeitigen Mängel über 400 m werden sich aber vermutlich nicht mehr beheben lassen.“

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